Leider hatte sich unser Vermieter immer noch nicht gemeldet, so dass wir immer noch nicht wussten, was wir mit dem defekten Slideout machen sollten. Da es die letzten 120 Meilen gut gehalten hatte, entschieden wir uns zur Weiterfahrt. So sah meine "Reparatur" übrigens aus:
Von Blanding nach Page war es nicht sehr weit, trotzdem waren wir schon wieder sehr früh unterwegs.
So hatten wir den Mexican Hat und das Monument Valley im besten Morgenlicht.
In Page angekommen statteten wir dem Lake Mead einen Besuch ab. Hier hatten wir dann auch die Möglichkeit mit unserem Vermieter in Kontakt zu treten. Dieser empfahl einen Werkstattbesuch. Die Ernüchterung folgte jedoch auf dem Fuße. Für eine Reparatur müsse der Slideout komplett ausgebaut werden, was mindestens 2 Tage dauern würde. Da die Fixierung des Slideouts jedoch recht gut hielt, entschlossen wir uns in Absprache mit dem Vermieter, das Teil nicht reparieren zu lassen.
Also war wieder Sightseeing angesagt.
Hier auf dem Campground genossen wir den Abend
und nach dem Motto
wurde noch schnell eine Show in Las Vegas gebucht, hoffentlich hält die Show was der Preis verspricht (arschteuer).
Zunächst aber stand der Grand Canyon auf dem Plan. Mit mehr Glück als Verstand haben wir ganz kurzfristig noch eine Campsite mitten im Park ergattern können, somit war die Unterkunft schon mal gesichert.
Von Page zum GC ist es nur ein kurzer Hopser, So waren wir schon um kurz nach 10 am Visitorcenter und tauschten das Womo gegen den Shuttlebus.. Nach nur wenigen Haltestellen stiegen wir auch schon wieder aus und liefen am Canyonrand entlang. Die Parkranger waren so nett uns etwas Wild direkt an den Weg zu stellen.
Ansonsten ist der GC auch beim meinem 3. Besuch immer noch beeindruckend.
Leider zog es zum Nachmittag hin zu, somit war nicht mit einem schönen Sonnenuntergang im Canyon so rechnen. Wir beschlossen den Abend daher ganz gemütlich lesend vorm Womo.
Als nächstes steht Las Vegas auf dem Plan und soviel kann ich schon mal verraten: Wir haben unseren Spieleinsatz locker verdoppelt. Ob wir unseren Aufenthalt hier damit verlängern werden, erfahrt ihr im nächsten Bericht.
In diesem Sinne...
Dienstag, 3. Oktober 2017
Montag, 25. September 2017
Licht und Schatten
Für
Samstag war nicht wirklich gutes Wetter vorhergesagt. Auch der Blick
aus dem Womo sorgte nicht für Begeisterungsstürme. Über Moab
befanden sich bereits Wolken, welche langsam aber sicher Richtung
Arches National Parks zogen.
Also
nichts wie los. Die Kassenhäuschen am Parkeingang waren noch
geschlossen und so fuhren unbehelligt direkt zum Trailhead des
Delicate Arch. Der Delicate Arch ist das Wahrzeichen Utah´s und
befindet sich auf so ziemlich jedem 2. KFZ-Kennzeichen. Als wir vor
einigen Jahren hier waren, war es zu heiß für uns als Couchpotatoes
dort hin zu wanden, deshalb nahmen wir damals mit einem kurzen
Sparziergang zu einem Aussichtspunkt vorlieb. Von dort sah der
Delicate so aus:
| Klick aufs Bild!!! |
Um 9 Uhr
starteten wir bei ca. 17°C und kaum eine Stunde späte standen wir
direkt vor ihm.
Der Hin-
und Rückweg sind zwar nur knapp 5km, aber es geht ordentlich den
Berg rauf, wir sind völlig untrainiert und Steffi hat sich nen
ordentlichen Husten eingefangen. Dementsprechend Stolz waren wir, als
wir oben waren. Für trainierte Leute ist der Weg da hoch bei
gemäßigten Temperaturen eine Lachtablette.
Um 11
Uhr waren wir wieder beim Womo und fuhren weiter zum Landscape Arch.
Nach
diesem ca. 3km Roundtrip machten wir erst mal Mittag in herrlicher
Kulisse.
Von nun
an zog das Wetter mehr und mehr zu und wir brachen den Besuch hier
ab. Das meiste hatten wir ja bereits vor einigen Jahren schon
gesehen. Auf dem Weg zurück in die Stadt schnorrten wir noch ein
wenig freies W-Lan und luden den letzten Bericht hoch. Anschließend
hieß es tanken, dumpen und essen gehen.
Wieder
zurück auf unsrem Campground fing es keine 5 Minuten später an zu
regnen. Natürlich hatten wir gerade erst die Stühle raus gestellt.
Also alles wieder eingepackt und ab ins Womo.
Kaum war
alles verstaut hört es auch schon wieder auf zu regnen. Dafür zog
aber ein Gewitter heran.
Aber
auch hier war mehr Schein als Sein. Ein paar dicke Wassertropfen und
einige Hagelhörner und das war´s.
Der
heutige Sonntag begrüßte uns mit durchweg blauem Himmel. Grund
genug, dem Arches einen weiteren Besuch abzustatten und die gestern
ausgelassene Windowsection zu besuchen. Die Idee hatten auch alle
anderen, die gestern nicht im Arches waren und auch das Licht zum
fotografieren wollte uns nicht hold sein. Der komplette Bereich lag
im Gegenlicht. Das machte keinen Sinn und so machten wir uns auf den
Weg nach Hite. Davon hatte ich in einem USA-Forum von einem
Aussichtspunkt gelesen, an dem man auch Übernachten kann, kostenlos
versteht sich.
Aber 1.
kommt es anderes und 2. als man denkt. Etwa auf der Hälfte der
Strecke, wir waren gerade von der Interstate (Autobahn) runter sah
ich in den Spiegel und musste feststellen, dass unser Slideout
herausstand. Wir hatten ihn aber außer in der ersten Nacht nie
ausgefahren. Also sind wir bei der nächsten Gelegenheit rechts ran
und wollten ihn wieder einfahren. Leichter gesagt als getan. Der
Motor für den Slideout packte nicht, aber wir konnten ihn von Hand
wieder reinschieben. Dummerweise wollte er da nicht bleiben. In
flotteren Rechtskurven machte er sich immer wieder selbstständig. Er
kam zwar immer nur 10-20cm raus, aber das genügte um mir den Tag zu
versauen. Auch Steffi schaute immer wieder nervös in meinen
Außenspiegel.
An
unserem Ziel angekommen machte ich mich ans Werk. Zuvor allerdings
genossen wir die Umgebung und machten Mittag.
Die
Lösung sah dann so aus, dass ich mit einer Latte und einem
Brecheisen den Slideout am outsliden hinderte. Im Moment scheint die
Lösung zu funktionieren.
Da wir
aber hier oben mitten in der Pampa waren und keinen Kontakt zur
Außenwelt hatten, aber mit unserem Vermieter in Kontakt treten
wollten, entschließen wir uns zur Weiterfahrt. Unser Nächstes Ziel
ist Blanding, Utah.
Auf dem
Weg dahin nahmen wir noch das Natural Bridges Monument mit.
Nun
stehen wir in Blanding, ein gottverlassenes Kaff mitten im Nirgendwo.
Eines von vielen Käffern durch die wir gefahren sind und uns gefragt
haben, was einen dazu bewegt hier zu leben. Wir werden es wohl nie
erfahren.
Mit der Kirche ums Dorf...
Mit der Kirche ums Dorf...
Inzwischen
haben wir auch unseren kompletten Plan umgeworfen. Statt dem Bryce-
oder Zion National Park steht nun der Grand Canyon und Las Vegas auf
dem Plan. Morgen am Monatg geht’s nach Page, Dienstag zum Grand
Canyon und am Mittwoch für 2 Nächte nach Vegas. Vielleicht
versuchen wir es mal mit Glücksspiel.
In
diesem Sinne...
Samstag, 23. September 2017
Von toten Urviechern und der Suche nach einem Campground
Naja, so
spannend wie gehofft war es bei den Dinos letztlich dann doch nicht.
Aber halt, eins nach dem anderen.
Nachdem
ich unser üppiges Frühstück
in der
Aussenküche (Grill in der Heckgarage) zubereitet hatte und die
Bisons weiterhin auf sich warten ließen, spülten wir schnell ab,
packen unsere Sachen zusammen und waren dann auch schon wieder
unterwegs. Ziel war das Dinosaur National Monument.
Zuvor
machten wir jedoch noch einen Abstecher nach Downtown Salt Lake City
und zum dortigen Capitol.
![]() |
| Der Indian Summer beginnt so langsam. |
Gegen 16
Uhr erreichten wir das Dinosaur National Monument. Hier wurden im
späten 19. Jahrhundert rund 500 verschiedene Dinoskelette gefunden.
Die meisten fand man einem Felsen, hier wurde eine Wand freigelegt
und 2006 eine Hall drüber gebaut. Hier finden sich die versteinerten
Überreste von ca. 400 Dinos. Warum gerade hier so eine Anhäufung zu
finden ist wurde so erklärt: Vor ca. 160 Millionen Jahren lebten die
Dinos in einer Art Flussdelta, somit hatten sie Nahrung und Wasser im
Überfluss. Als eine große Dürre einsetzte verdursteten die Tiere.
Die Überreste wurden bei einer anschließenden großen Flut
mitgerissen und lagerten sich gesammelt in einem langsameren
Flussbereich ab, wo sie mit Sand und Matsch bedeckt wurden und im
Lauf der Jahrmillionen versteinerten.
Nicht so
wahnsinnig spannend, aber schön zur Schau gestellt. Da wir gerade eh
da waren haben wir auch gleich hier übernachtet. Für schlanke 18$
hatten wir eine ruhige Nacht.
Zum
Glück wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass der morgige
Freitag nicht ganz so entspannt sein wird.
Denn
eigentlich waren wir ca. 1 bis 2 Tage vor unserem eigentlichen
Zeitplan. Was an sich nicht schlimm wäre, wäre unser nächstes Ziel
nicht Moab, Utah.
Moab ist
hier einer der Hotspots für Outdooraktivtäten wie Mountainbiken,
Quad- Jeep- und ATV-Touren in den Felsen rund um die Stadt, Rafting
und ähnliches Zeug. Und da der Amerikaner an sich nur 2 Wochen
Urlaub hat, macht er am Wochenende was??? Genau, er packt sein ATV
auf dem Pickup, hängt den Wohnwagen dran und fährt nach Moab. Wohl
dem, der eine Campgroundreservierung hat. Ich hatte es gestern von
einem Starbucks aus noch online versucht, und was soll ich sagen, es
blieb bei dem Versuch. So fuhren wir also an einem Freitag nach Moab,
in der Hoffnung noch einen Platz für unser Womo zu bekommen.
Die
Strecke hierher wusste uns jedoch eine Zeit lang von unseren
Befürchtungen abzulenken.
Da wir
mal wieder Lust auf Zivilisation, also W-Lan, hatten, steuerten wir
einen Campingplatz nach dem anderen an, nur um mit einem müden
Lächeln eine Absage einzufangen. OK, Plan B muss her. Rund um Moab
gibt es einige staatliche Campgrounds mit „ohne alles“. Kein
Strom, kein W-Lan, aber in der Regel schön gelegen. Aber auch hier
gilt: Wer zuerst kommt, malt zuerst.
Und
wieder 2. Sieger.....
Einen
hatte ich noch, zwar knapp 30 Meilen weg, aber wunderschön auf einem
Hochplateau gelegen. Dumm nur, dass auch hier bei der Einfahrt das
uns mittlerweilen bekannte Schild stand: Campground full!
Steffi
fand dann in einem Prospekt über Moab einen Hinweis zu einem
Naherholungs-gebiet nur 2 Meilen von Moab entfernt. Also wieder knapp
30 Meilen retour. In diesen Naherholungsgebiet soll es 120 Campsites
auf 9 Campgrounds geben. Die können noch nicht alle vergeben sein.
Auf dem
Weg dort hin kamen uns allerlei Freizeitfahrzeuge entgegen.
Aufgemotzte Jeeps, ATV´s, Quads und Crossmotorräder. In den Sand
Flats angekommen wussten wir auch warum. Das hier ist praktisch der
Spielplatz für all diejenigen, die hier mit ihrem motorisierten
Untersatz zum Spaß haben herkommen.
Was uns
letztlich aber völlig egal war, denn wir haben hier noch einen Platz
ergattert. Und so stehen wir letztlich doch sehr idyllisch ganz in
der Nähe von Moab. Einzig der stürmische Wind stört, aber der wird
bestimmt auch noch nachlassen.
Auf dem folgenden Video ist ganz gut zu erkennen, wie windig es war.
Übrigens,
die Campgroundsuche hat heute nur knapp 2 Stunden gedauert, man war
ich angenervt.
Für
morgen haben wir uns mal grob den Arches National Park vorgenommen,
allerdings soll das Wetter schlechter werden. Irgendwie ist uns der
Wettergott diesmal nicht wohl gesonnen. Hoffen wir das Beste.
In
diesem Sinne...
PS.: Die
Erkenntnis des Tages: Eine Tomatensuppe, die während der Fahrt aus
ca. 180cm auf den Fußboden des Womos trifft macht ne ordentliche
Sauerei.
Die Route von gestern:
und von heute:
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